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Eine wahre Geschichte
Ich habe mit 17 Jahren den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr angetreten,das war im Dezember 2000.
Es dürfte so März 2002 gewesen sein, die ersten wärmeren Tage nach dem
Winter, als es passierte. Bis auf ein paar Fehlalarme, Einsätze wegen
Rohrbruchs und Hochwassers hatte ich bis dato noch recht wenig Einsatzzeit
auf dem Buckel. Um ziemlich genau 5:30Uhr Dienstags ging der Melder los,
"Verkehrsunfall... Bundesstrasse... 2 Personen ...geklemmt", mehr konnte ich
damals, aus dem Schlaf gerissen und immernoch beim versuch zu realisieren
was überhaupt los ist, nicht verstehen.

Natürlich bin ich sofort aufgestanden, habe meiner Freundin einen Kuss auf
die Wange gegeben und bin in Einsatzkleidung mit dem Moped zum Gerätehaus
gefahren. Ich habe einen relativ kurzen Weg und hatte somit noch genug Zeit
um mich auszurüsten und nachzufragen was genau los ist. "Unfall auf der B9
zwischen Nierstein und Bodenheim, 2 Autos frontal ineinander gefahren und 2
Personen eingeklemmt", hies es sachlich aus dem 4 Meter Funk von der
Zentrale. Nachdem das Fahrzeug besetzt war ging es sofort los. Es war ruhig
im Fahrzeug, zwar waren alle nervös, jedoch waren das alle für sich alleine.

Es wurde bereits hell, jedoch ging die Sonne noch nicht auf, als wir an der
E-Stelle ankamen. Ein anderes Fahrzeug war bereits vor Ort und der
Fahrzeugführer kam auf uns zu und sagte das wir einen toten haben. Alle die
soetwas nicht sehen können sollen sich bitte von dem Opel Corsa fern halten.
Ich hatte schoneinmal einen Toten gesehen, bei einer Radtour sah ich durch
die offene Tür eines Rettungswagens, wie beim Stiefvater eines ehemaligen
Klassenkameraden die Reanimation eingeleitet wurde... vergebens. Von dieser
Sache, dachte ich, ich wäre abgehärtet und Stieg aus. Das Blaulicht und die
Scheinwerfer der Fahrzeuge spiegelten sich in den Glassplittern und
ausgelaufenen Flüssigkeiten der Unfallfahrzeuge. Ein Minivan ist frontal in
einen Opel Corsa gefahren, die Insassen des Van's waren zwar verletzt und
der Fahrer eingeklemmt, hatten jedoch keine schweren verletzungen und waren
bereits alle geborgen und versorgt.

So ging ich auf den Opel Corsa zu, als ich bis auf 5 Meter an das Fahrzeug
herangelaufen bin sah ich schon den Fahrer und den offenen,
blutverschmierten Airbag. Ich ging weiter richtung Fahrertür. Der Fahrer
hatte den Kopf auf der Rückenlehne des Sitzes liegen, die Kopfstütze lag
abgebrochen im hinteren Fußraum. Er war ganz blass, die unteren Augenlider
aufgrund der Haltung des Kopfes halb aufgerissen, ebenso wie der Mund. In
den Augen sah man kleine rote zum Teil geplatzte Äderchen, insgesamt sah es
so aus als hätte er immernoch den panisch ängstlichen Ausdruck im Gesicht
wie er ihn gehabt haben muss als er die Scheinwerfer des Fahrzeugs, dem er
auswich, auf seiner Spur entgegen kommen sah. Ich sah mir das eine kurze
Weilie geschockt an, es roch "kalt", nach Öl, Kühlwasser und nassen
Kleidern. Langsam ging die Sonne auf und tauchte alles in ein orange-gelbes
Licht, dies war für mich ein Zeichen das selbst bei einem solchen Unfall die
Zeit weiter läuft, der Tag seinen "normalen" Lauf nimmt. Nur über dem Corsa
schien ein Schatten zu bleiben, es wirkte alles so Farblos.

Um die Ecke kam auf einmal ein Kamerad mit einem Polizisten. Ein Ford Probe,
von der Unfallstelle nicht zu sehen, lag ein paar hundert Meter weiter im
Graben. Der Fahrer, ein Amerikaner, war wohlauf. Wurde jedoch von der MP
relativ schnell von der Unfallstelle abgeholt. Wir fingen nun an die Leiche
zu bergen, der Rucksack im Beifahrerfußraum wurde wärend dessen von der
Polizei durchsucht. Im Portemonnaie, waren Bilder von einer Frau und von
zwei ca. 2-4 Jahre alten Kindern. Ein junger Familienvater lag in diesem
Wagen und das Leben einer jungen Frau, sowie von 2 Kindern wüde vom heutigen
Tag schlagartig geändert werden.

Langsam fing die Sonne an mich zu wärmen und wir bekamen den Toten frei. Wie
ein nasser Sack lies sich der Körper willenlos bewegen, ein Fuß hing noch an
einem Pedal fest, doch durch mehrmaliges ziehen konnten wir ihn lösen und
den toten aus seinem stählernen Sarg befreien. Zwei Männer in schwarzem
Anzug halfen beim Bergen der Leiche und legten ihn in einen Transportsarg aus
Kunststoff. Kurzes Händeschütteln, der Sarg wurde eingeladen und die beiden
Herren verschwanden wieder mit dem Leichenwagen. Es war so unwirklich, wie
konnte so eine Tragödie nur so organisiert ablaufen? Immernoch fassungslos
von den ganzen Eindrücken sah ich zu wie die Abschleppwagen die Verunfallten
Fahrzeuge mitnahmen und die Polizisten über den Unfallhergang diskutierten.

Anhand der Bremspuren, lage der Fahrzeuge und Zeugenaussagen stellte sich
heraus das der Ford und der Van aus einer richtung und der Opel aus der
anderen richtung kamen. Der Fahrer des Fords fing bei durchgezogener Linie,
direkt nach der 70km/h Zone an den Van zu überholen, aufgrund des Gebüschs
ist diese Stelle nicht einsehbar und so ahnte der Fahrer des Opels nichts
von dieser Waghalsigen aktion. Als er die 4 Scheinwerfer sah war es bereits
zu spät, da der Ford wohl schon recht weit an dem Van vorbei war sah er
vieleicht sogar nur den Ford auf seiner Spur und wich deshalb auf die
Gegenspur aus. So kam es das die eine Tonne Gewicht des Opels auf die über 2
Tonnen des Vans prallten, wie ein Tennisball prallte er ab und schleuderte
wild über die Fahrbahn, in die Leitplanke und zurück auf die Fahrbahn. Der
Fahrer des Fords, der Unfallverursacher ist lediglich mit ein paar
Prellungen davon gekommen und ein Familienvater musste sterben, er musste
sterben weil der Van für den Fahrer des Fords nicht schnell genug von 70 auf
100 beschleunigte.

Heute bin ich immernoch gezeichnet von dieser Begebenheit, ich frage mich
noch immer wie so eine Ungerechtigkeit nur passieren kann, ich frage mich
noch immer wie es der Frau und den Kindern jetzt geht, ich liege wach und
denke darüber nach, ich fahre an der Unfallstelle vorbei und denke darüber
nach. Mittlerweile habe ich schon ein paar mehr Unfälle erlebt, nur keiner
so schlimm wie dieser und jedesmal wenn der Melder los geht, selbst beim
wöchentlichen Probealarm, denke ich an diesen Tag. Ein Tag wie es ihn leider
viel zu oft gibt.


Nach einer realen Begebenheit.
Eingeschickt 10/2004

Autor bekannt, bitte Urheberrecht beachten!
Kommentare (46)
  • Der Autor  - re: David

    Nun ja David, ich habe diese Stimmung so empfunden damals. Das wir alle ruhig waren und keine Witze gemacht haben lag primär wohl daran das es halt doch recht früh am Morgen war. Ebenfalls gut möglich das ich als einziger nervös war, das vermag ich jetzt nichtmehr zu beurteilen. Person unterm Zug hatten wir btw. auch schon und niemand is da irgendwie dran kaputt gegangen. Keine angst! ;)

    Würde Diese Geschichte übrigens gerne indizieren lassen (Daten und Orte ändern) oder eben ganz von der Seite nehmen (habe den Betreibern auch schon gemailt).
    Die Kids von dem Mann werden nun schon im Internet herum surfen und ich bin mir nicht sicher ob es gut ist wenn sie ggf. per Zufall auf diesen Bericht stoßen.

    MfG

  • David

    Kurzer Einwand zu deiner Geschichte. Ich weiß ja nicht was ihr alles so für Einsätze habt aber wenn ihr schon bei einer solchen meldung aus dem 4meter nervös werdet und in stille versinkt dann weiß ich auch nicht was bei euch passiert wenn aus dem funk kommt vu mehrere Fz mehrere eingeklemmte und tote. Bei uns werden meistens witze gemacht oder man spricht noch über das ein oder andere. Die einzigste stille und nervosität kam bei uns auf als aus dem Funk kam Person unter Zug keine Übung...

  • Vanessa

    Als ich mir diesen Artikel deine Geschichte durch gelesen habe dachte ich folgendes: soetwas ähnliches habe ich auch schon einmal erlebt und mir war danach auch nicht gut zumute. dies ist jetzt ca. 1 Jahr her und heute nach mehr als 1 Jahr Rettungsdienst auf dem Land und Stadt denke ich anderes. Wenn so ein Einsatz kommt bin ich voll dabei mit meinen Gedanken aber meine Gefühle stelle ich ab, ich glaube ich bin emotionslos aber das ist mir auch egal, mir tun zwar die Menschen leid die streben, verletzt werden oder einfach nur Hilfe brauchen weil sie allein nicht mehr zurrecht kommen aber wenn ich dann wieder in der Wache bin ist das alles gelaufen und ich kann wieder lachen. Unser Job egal ob BF, FF, RD, THW oder ähnliche Organisationen haben einen beschiessen Job weil wir soviel sehen was andere nur aus ihren Alpträumen kennen aber für uns ist es Tag täglich. Ich mag meinen Jób sehr und würde ihn für nichts in der Welt aufgeben aber wir müssen verstehen das auch wenn wir alles gebe...

  • Guest

    Ich war auch lange Jahre bei der FFW und hatte auch scho mehrere schwere Unfälle mit Totesfolge mit erlebt aber mein schwerster Einsatz war mein letzter Einsatz. Wir hatten uns alle im Feuerwehrhaus getroffen um zu feiern bis der Pipser losging. " Schwerer VU auf der Verbindungsstrasse zur B8, Personen eingeklemt, Schwere THL wird benötigt." so war damals die Meldung. Die Fahrzeuge wahren schnell besetzt und auch schnell am EOrt. Schon bein Aussteigen sah ich was los wahr. Ein VW Corado war viel zu schnell die Frischgeteerte Strasse gefahren der Fahrer hatte die Kontrolle verlohren prallte gegen ein durchlassrohr im graben der wagen hob ab flog über 13 meter weit und überschlug sich 5 mal (so wurde das auch von Sachverständigtem bestädigt). Der Fahrer konnte sich selber aus dem wrack befreien und stand unter Schock. Ich bekamm den auftrag mich um ihn zu kümmern und beim hinlaufen dacht ich mir " Man den kennste doch" es war ein flüchtiger Bekannter der auf den tag ge...

  • Jennily

    Hey
    als ich den Artikel gerade gelesen habe ist mir echt komisch zu mute gewesen.
    Erstens weil ich jeden morgen mit dem zug dort vorbei fahre.
    und zweitens weil ich selber roller fahre und gerade heute hat mich wieder jemand ganz knapp überholt. die überholen so sinnlos. da wirste in der kurve auf der Landstraße von einem linienbus überholt. Und ich finde es echt super sich so etwas zu zu muten also solch einen dienst zu schieben. und jeder der sagt er findet das nicht richtig mit 17 usw. sollte sich vllt mal überlegen ob er das überhaupt machen würde. jeder hat seine eigene art damit klar zu kommen. und statt diesen jungen mann jetzt hier z.T. zu kritisieren sollte man ihn eher loben, da er solch einen Dienst überhaupt auf sich nimmt. Ich bewundere jeden, der so etwas mitmachen und verarbeiten kann. und vor solchen leuten kann man eigentlich eine Menge Respekt haben und nicht i-welche kritisierungen, die total sinnlos sind!!!

  • Tiger86  - www.firepics-rs.de

    Also ich weiß ja nicht ob ihr nicht richtig lesen könnt. Aber bei dem Einsatz war der Mann 19! und NICHT 17.
    grüssle

  • Guest

    Hallo, ich bin 28, weiblich habe eine Ausbildung zum Rettungssanitäter gemacht und bin bei dr Freiwilligen Feuerwehr. Auch ich habe so einen Unfall in sehr ähnlicher Weise mitgemacht und auch lange gebraucht - trotz das ich schon viel gesehen habe- auch schlimmeres- ihn zu verarbeiten. Was hilft sind gespräche mit Kameraden am gleichen abend, am nächsten Übungsabend oder auch noch später- solange bis man es verarbeitet hat. Auch meine Familie ist immer ein Anlaufpunkt- Zum Glück. Ich habe mit Sicherheit 3 Monate gebraucht diese Bilder und alles was dazugehörte zu verarbeiten- mußte jeden Tag an der Unfallstelle vorbei zur arbeit. Kannte die Familie vom sehen her und sehe die Frau deren Mann und Sohn verünglückten immer mal wieder. So ist das Leben- nicht immer gerecht- durch meine Ehrenamtliche Tätigkeit kann ich aber was gegen diese ungerechtigkeit tun- und nicht nur dumm quatschen und klug scheißern wie manche Kommentare die hier geschrieben stehen. Mfg

  • Guest

    bringt schon einen zum nachdenken

  • Guest

    Gott oh Gott!!!

    Noch so eine Moralapostel, Vielleicht solltest du das ganze nochmal lesen und auch die Kommentare des Autors. Ich denke das es nicht falsch ist solch einen Weg der Verarbeitung zu wählen. Außerdem stehen in diesem Beitrag keine Detail die die Persönlichkeitsrechte verletzten. Da sieht man in den Tageszeitungen viel schlimmeres.

    Man kann natürlich darüber diskutieren ob man mit 16 oder 17 schon solche Einsaätze fahren sollte aber mal ehrlich 17 oder 18 macht da auch kein großen Unterschied. Schlimm finde ich es auch das man den Autor verurteilt! Man muss mal überlegen das er das freiwillig macht und sich nicht abwendet und sagt irgendwer macht das schon.

    Na los dann zeredet das mal und ich warte auf die Antwort er muss es ja nich machen.

    In den Sinne viel Spaß noch

  • Shit happens  - Augen auf bei der Berufswahl (Oder in di

    17 Jahre und darf gleich in der ersten Reihe drängeln? Ich hab zugegeben nicht wirklich eine Ahnung von der Feuerwehr. Aber da ich als Rettungsassistent öfter bei guten Rumsern dabei war weiss ich, das pubertierende, gerade aus der Jugendfeuerwehr übernommene besser nicht vorne dabei sind. Nix gegen die Feuerwehr. Aber es besteht einfach die Gefahr von psychischen Erkrankungen (Depressionen) etc. die bis hin zum Suizid gehen. Erst vor zwei Monaten hab ich einen Kameraden der Feuerwehr abgedeckt, der am Dachbalken hing. In seinem Abschiedsbrief stand "Ich komm nicht mehr klar damit, kann nicht mehr schlafen". Der war noch sehr jung.

  • Guest(Gast)

    :grin

  • Müller(Gast)

    hallo, 1. liebe grüße aus südtirol/italy
    ich bin selbst auch bei der freiwilligen feuerwehr und freiwilliger helfer bein Rettungsdienst des weißen Kreuzes! wir in südtirol haben bessonders in der sommerzeit sehr viele einsätze, die leider viel zu oft leben sehr junger menschn fordern, die oft gar keine schuld am unfall haben! ich kann viele motoradfahrer nicht verstehen, die mit 200 km/h über die landstraßen oder alpenpässe fahren müssen und in den nächsten straßengrabm ihren letztn atemzug machn!
    ich verkrafte diese unfälle noch sehr guat und ich hoffe es blibt weiterhin so, aber es gibt viele, die es nicht so gut verkraften und die es innerlich auffrisst!
    wie seht ihr das?

    mfg
    hannes

  • Guest(Gast)

    [QUOTE] Heute bin ich immernoch gezeichnet von dieser Begebenheit, ich frage mich
    noch immer wie so eine Ungerechtigkeit nur passieren kann, ich frage mich
    noch immer wie es der Frau und den Kindern jetzt geht, ich liege wach und
    denke darüber nach, ich fahre an der Unfallstelle vorbei und denke darüber
    nach. [/QUOTE]

    geh, und kümmer dich wie ein mann um diese familie. Die Scenen im Film und TV sind ark übertrieben kompliziert dargestellt. So muss es aber sein!

  • Guest(Gast)  - kommentar

    Komisch nur das jeder blöde spacken nen kommentar abgeben darf wie mein vorgänger schon dezent erwähnte hatte

    Jeder empfindet gewisse situation anders und in dem falle war es nun eine traumatische situation was ich persönlich verstehen kann da ich mal ähnliches erlebt habe.

    ich hoffe nur das diese Irren leute die zu allem nen kommentar haben müssen endlich mal auffachen und versuchen zu verstehen während sie lesen

    Lg Paddy

  • Guest(Gast)  - Leider ist es so...

    spricht der Letzte (vor mir) von "Mode" und der Erste von "Sensationationsgeilheit" kann ich leider dazu nur anmerken, daß sich sonst die so kultivierte bundesdeutsche Mehrheit nicht für diese Themen interessiert, aber dafür sorgen ja kommerzielle TV-Sender regelmäßig zur gewohnten Uhrzeit.
    Aus Sicht eines sogenannten Gruppenführrrs kann ich zum Thema "mit 17 oder auch 19 zum Einsatzort" nur sagen das dieser Personenkreis nur bei absoluten Personalmangel in den 5m Kreis (um das Fahrzeug) kommen. Das bewahrt ungemein vor Spätfolgen. Darüber hinaus ist man eh gehalten bei Personalmangel Unterstützung anzufordern (und sowas weiß man meist schon, wenn man mit dem Fahrzeug das Haus verlässt).
    Der Beitrag mit all seinen Details offenbart mir aufgrund eigener Erfahrung, daß es wirklich nicht leicht war für den Kameraden das Geschehene zu verarbeiten.
    Nicht desto trotz weise ich darauf hin (bei uns hat jeder sogar die Handy-Nr), daß es in jedem Kreis sogenannte No...

  • Guest(Gast)  - warum???

    Warum???
    Vielleicht weil es Mode geworden ist über tragische Schicksale zu berichten?

    Vielleicht weil ein anderer Unfallausgang uns nicht so sehr berührt und eher vergessen wird?

    Think about it!
    P.S. Dank an die vielen Helfer der (F)Fw'en und Rettungsdienste dort draußen...

  • Robert(Gast)  - Warum???

    Warum sind es eigentlich, mindestens zu 90%, immer die Unschuldigen die Ihr Leben lassen müssen??? :upset
    Und die Unfallverursacher meißtens mit Prellungen oder ähnlich zu vernachlässigenden Verletzungen davonkommen??? :(

    Ich hoffe für den Autor das er seine Erlebnisse dieser Nacht irgendwann verarbeiten kann!!!

    MfG Robert aus NB

  • Guest(Gast)  - auf den Boden der Tatsachen

    ... also irgendwie schleichen sie hier in den meisten Kommentaren lauter negative Gegebenheiten ein, obwohl der Autor uns doch einen wahre Geschichte erzählen wollte.
    Ich finde es gut, wenn man darüber spricht/schreibt, um es besser zu verarbeiten.
    Und JEDER leidet unter solchen Gegebenheiten. Der eine mehr der andere weniger. Den einen verfolgt es Tag ein Tag aus, den anderen ab und zu oder im Schlaf ...
    Es ist schlimm genug, dass es solche Ereignisse gibt, also sollten wir uns hier nicht darüber unterhalten, was nun der Anlass dazu war, diese Geschichte zu berichten. Ich denke, jeder solte für sich den Teil klar vor Augen halten, dass durch die Unachtsamkeit anderer ein Leben auf´s Spiel gesetzt werden kann, was eine ganze Familie auslöschen kann!

    by Nicole

    :cry

  • Guest(Gast)

    Ich finde es gut, dass er diesen text geschrieben hat und somit die erlebnisse besser verarbeiten konnte...
    Dieser text is auch gleichzeitig eine "mahnung" an alle raser die der meinung sin durch riskante überholmanöver das leben anderer personen zu gefärden.
    außerdem wenn in den nachrichten immer kommt: Verkehrsunfall auf B....
    das geht rechts rein und links wieder raus man hört es jeden tag und man kann sich nicht immer gdanken darüber machen....
    wenn man aber nun mal so einen text liest läuft einem ein kalter Schauer über den rücken und man denkt doch mal nach...
    Ich bin am anfang auch gefahren wie ein geisteskranker, ich habe immer gedacht wieso sollte ausgerechnet mir so etwas passieren....(ganz schön dumm) naja und eines abends bin ich mit meiner freundin und einem freund von einem kumpel heimgefahren, es war nass, dunkel und ich "fahranfänger" und dann ist es passiert in einer S kurve hat es mich rausgehauen wir haben uns ein paar mal auf der gegenfahrba...

  • Der Autor(Gast)  - Mein Kommentar

    Erstmal Hallo und ein dickes Danke an alle die sich die Mühe gemacht haben meinen mit Rechtschreibfehlern gespickten "Bericht" zu lesen.
    Als ich den Text geschrieben hatte war dieses Ereigniss in der Tat noch ein Brocken an dem ich zu knabbern hatte, das sich nun ein paar darüber aufregen das ich Details genannt habe (in der Tageszeitung hat mehr gestanden) finde ich doch recht unfair auch die Behauptung das man wissen muss worauf man sich einlässt in einen solchen Dienst zu gehen zeugt von unwissenheit. Wie kann ich denn wissen wie Tomaten schmecken, wenn ich diese noch nicht probiert habe? Klar, es heist das es nichts für jedermann ist, jedoch wissen wie man auf soetwas reagiert kannst du vorher einfach nicht!

    Meine Beweggründe für diesen Bericht waren mit sicherheit nicht das ich mich damit Profilieren wollte (ich wollte nicht ohne Grund anonym bleiben), zumal damals noch keine Kommentare auf die Texte gegeben werden konnten (wäre doch eine recht unkluge Art nach aner...

  • Guest (JUH)(Gast)

    Also ich finde das der auto dieser Geschichte sie vllt. hier reingesetzt hat um dies besser verarbeiten zu können....und nocht wg. sensationsgeilheit wie hier manche schreiben!

  • Chris(Gast)

    Ich finde es erstaunlich das einige immer noch denken das hier sei Sensationsgeilheit. Mensch Leute. WACHT AUF. Es kann jedem passieren. Hofft nicht dadrauf das ihr selbst niemals hineingeratet..

  • meinereiner(Gast)  - erste und nicht das letzte mal

    irgendwann fängt es immer an... und hört nicht auf.

  • Eifelphantom(Gast)  - Gar nicht so schlecht wie dargestellt wi

    Hallo zusammen!
    Ich möchte hier keinen Streit oder neuerliche Diskussion anfangen, aber ich finde diese Art Erlebnissbericht (wenn er sich denn so ereignet hat) gar nicht so reißerisch und Sensationsgierig, wie einige hier schreiben. Ich denke, dass der Autor den Text auch weniger aus diesem Grund geschrieben hat (ist meine Meinung). In meinen Augen, stellt er hier nur einen Einsatz dar, der ihn persönlich sehr betroffen hat (und das weniger wegen der Leiche) und möchte vieleicht die Öffentlichkeit sensibilisieren, dass dieser Mann in der Geschichte noch leben könnte, wenn einer der anderen unfallbeteiligten vorsichtiger gefahren wäre. Ich denke mal, diese Geschichte ist sogar ein guter Apell, gegen Rowdietum im Straßenverkehr und zeigt die ziemlich krassen Folgen desselben. Z. B. bin ich auch nicht gerade immer ein vorbildlicher Fahrer und fahre auch ab und an etwas zu schnell! Vieleicht überleg ich mir jetzt zwei mal, ob ich ein Fahrzeug überhole, oder ob ich lieber dahinter blei...

  • KritikX(Gast)  - @ Sani

    dann hast du in deiner ausbildung nicht aufgepasst ... es heisst tragetuch und nicht bergetuch ...genau wie es schaufeltrage oder schleifkob heisst und nicht bergetrage ... bergetrage nennt man die dinger die die leute im Leichenwagen haben! genauso werden leute aus einer lawine nicht geborgen sondern gerettet ... geborgen werden leute die durch die lawine ums leben gekommen sind ...

  • rhams(Gast)

    Hallo Flori

    In Deinem Komentar schreibst Du das Du Dir kein Urteil ob gut oder schlecht erlauben möchtest. Im nächsten Satz aber schreibst Du das der Beitrag schlecht ist.Das finde ich dann doch etwas inkonsequent. Ich glaube nicht das wir hier berteilen sollten, ob ein Beitrag gut oder schlecht ist. Tatsache ist doch offensichtlich das der Autor ein ein Problem hat. Das hat Chris ja auch erkannt. Wir sollten uns doch hier alle als Kameraden verstehen und zuhören und Tips geben. Im übrigen war der Autor zum Zeitpunkt des Unfalls bereits 19 Jahre alt. Steht aber auch so im Bericht.

    Hallo Chris

    Du schreibst von einem Job. Aber nur stur einen Job machen kann es auch nicht sein. Natürlich darf man Emotionen nicht zu nah an sich ran lassen. Aber ich finde es nicht gut das Du die so genannten Hobby Retter (ich finde diese Beschreibung schon mehr als abwertend) als inkompetent hinstellst. Ich kenne viele Ehrenamtliche im Rettungsdienst. Vor den meisten ziehe ich meinen Hut. Die ha...

  • Kleiner Quälgeist(Gast)  - Nur so als Randbemerkung....

    Nur so als abschließenden Ranbemerkung von mir zu diesem Thema (damit ich schlussendlcih meinen letzten Senf dazu abgebe :) ):
    Es gibt so viele Sachen, über die wir uns aufregen:
    - daß Kinder im Internet/Fernsehen Zugang zu extremen Gewaltszenen haben
    - daß Kinder im Internet/Fernsehen Zugang zu pornographischen Seiten haben
    - daß im Fernsehen Reporter bis ins kleinste Detail von Katastrophen berichten (was ich in einigen Fällen definitiv nicht verurteile, weil damit, sofern es informativer Journalismus ist und nicht sensationsgeiler Journalismus, auf Elend und Schrecken aufmerksam gemacht wird, was teilweise gezeigt werden muß, um uns darauf aufmerkd´sam zu machen, daß wir nicht in einer "heilen welt" leben)
    - usw. ...
    aber ganz platt ausgedrückt: Wer es NICHT lesen will, wer es NICHT sehen will, der muß es auch NICHT lesen, der kann W´wegschallten /zappen, eine andere Seite im Netz anklicken.
    Aber diejenigen, die sich damit auseinandersetzen wollen, die sollen auch ...

  • duck112(Gast)  - Zu detailliert? - Nö.

    Ich stimme Quälgeist voll und ganz zu in seiner Aussage. Ich finde es auch nicht schlimm daß Menschen, die so etwas nicht kennen, auch mal bewußt gemacht wird, was in einem Menschen in so einer Situation abgeht. Jeder von uns hat irgendwo ein Schlüsselereignis bei einem Einsatz gehabt, bei mir zum Beispiel war es ebenfalls ein Verkehrsunfall. Es war aber es nicht mal die Verletzte selbst (ich habe sie gar nicht gesehen), das Cockpit des Wagens hat mir an dem Morgen (Piepser ging um ca.6:45Uhr auf) auf nüchternen Magen gereicht. Und das ganze nur, weil sie nicht angeschnallt war...
    Ein Kamerad ist letzte Woche Rettung gefahren und hatte im Einsatz einen Fall von plötzlichem Kindstod. Er hat alles versucht, da war aber nichts mehr zu machen. Hinterher saß er im Auto und hat nur noch geheult. Und er ist eigentlich schon ziemlich abgestumpft. Wir sind aber alle nicht davor gefeit daß uns so etwas böse mitnimmt, sei es daß uns einer der Betroffenen an jemanden erinnern den wir kennen od...

  • kleiner Quälgeist(Gast)  - danke sanifox

    hast es auf den Punkt gebracht, sich über kleinigkeiten aufregen, wobei jeder weiß was gemeint ist. :)

  • Guest(Gast)  - danke

    cool, danke! das war ein super Tip....

  • Guest(Gast)  - Forum

    Für Diskussionen empfehle ich das Notfallretter.de Forum :-)

  • Anja(Gast)  - natürlich...

    antürlich gibt es was wichtigeres. Aber wenn man halt unterschiedlicher Meinung ist, kann man seine Meinung doch vertreten und die anderen eines Besseren belehren. Damit man es das nächste mal vielleicht besser weiß.
    Anja

  • Sanifox(Gast)

    Och Kinnas..gibt es nicht wichtigeres als darüber zu diskutieren wie das richtig heisst?..Wir wissen doch alle was gemeint ist..

  • Anja(Gast)  - bergen, retten

    hallo zusammen, habe vor kurzem den RettAss gemacht und da wurde uns folgendes beigebracht:

    Retten: Leben erhalten

    Bergen: Tote Menschen, Kadaver

    In Sichterheit bringen: Aus der Gefahrenzone bringen

    Gruß Anja

  • RA(Gast)  - Bergung? Rettung?

    Es heisst auch nicht Bergetuch, sondern Rettungstuch.
    Tot=Bergen
    Lebendig=Retten.

    Falls das nich stimmen sollte, frage ich mich warum man mir das dann im Abschlussgespräch angekreidet hat :roll

  • Sani(Gast)  - Geborgen!?

    Nein lieber Forums-Mitschreiber...geborgen werden auch lebende Personen...es würde sonst nicht BERGETUCH....BERGETRAGE.....oder Lavinen-Bergung oder BERGUNG heißen wenn wir zu einem Einsatz mit dem NAW fahren!!!!! Rausholen = Bergen....BERGEN = Fachsprach..... dh. zuerst informieren dann diskutieren.... In diesem Sinne!

  • Lisa(Gast)  - super !

    Hey kleiner Quälgeist,

    mal wieder ein super Beitrag von dir ;) Besser hätte man es eigentlich nicht schreiben können. Danke Lisa

  • Lisa(Gast)  - super !

    Hey kleiner Quälgeist,

    mal wieder ein super Beitrag von dir ;) Besser hätte man es eigentlich nicht schreiben können. Danke Lisa

  • Kleiner Quälgeist(Gast)  - Details im www

    Zum Thema "detailliertheit im I-Net": Es gibt wahrscheinlich 100 verschieden Gründe, warum manche Menschen Erlebtes im Internet oder auf anderen Kommunikationswegen anderen mitteilen. Zwei der vielen Gründe, wahrscheinlich die zwei, die am häufigsten Ursache sind, sind zum einen die Profilneurose ("schaut her, wie 'krass' der Unfall/Einsatz war und schaut, wie toll ich war/bin";), zum anderen ist es ein leider viel zu oft verkannter und von vielen auch nicht akzeptierter (!!) Grund: Stress-/Traumabewältigung!
    Frage: Wozu Stress-/Traumabewältigung? Wir sind doch hart in Nehmen....
    Sind wir das wirklich? Für uns RD-Ler, BF-Ler, FF-Ler, THW-Ler, Polizisten usw. sind viele schlimme Einsätze an der Tagesordnung, sie gehören zu unserem Berufsalltag, aber heißt das auch, daß unsere Psyche deswegen nicht leidet? In den meisten Fällen hilft eine Nachbearbeitung schrecklicher Erlebnisse im Gesprächskreis mit Kollegen, um nicht nachts schweißgebadet aufzuwachen, weil man die ...

  • Gast(Gast)  - Das DARÜBER SPRECHEN muss sein

    OK, wie genau darf Internet sein? Dass kann und will keiner beantworten, denn je nachdem auf welcher Seite man steht, soll es mehr oder weniger sein.
    Aber entschuldigt bitte wenn ich eine Frage stelle, gerade an Flori, der den letzte Kommentar geschrieben hat.
    Was erwartest du von einem Lebewesen? Darf es Gefühle haben, darf es Erfahrungen machen, die sein späteres Handeln beeinflussen? Darf es Leben schätzen? Muss es alles als "ich rechne damit" annehmen, ohne ein Wort darüber zu äußern?
    Ich kann mir schlecht vorstellen, dass es für einen Menschen gut sein kann, gerade eine solche Aufgabe wie Rettungsdienst, etc aufzunehmen ohne mit irgend einem Menschen darüber sprechen zu können. Und weil gerade die eigene Familie nicht jeden Tag etwas von allem hören kann, sind im Netz bestimmt genug Ohren und Augen offen. Das kann ein gefährliches Pflaster sein, denn es gibt viel zu beachten im Vertrauen an Unbekannte. Aber für den Einzelnen Helfer ist es verdammt wichtig, Dinge ver...

  • KritikX(Gast)  - geborgen???

    also die leute aus dem van sind ja laut angaben nur leichtverletzt ... warum wurden die dann geborgen??? geborgen werden nur tote ;) sind die vielleicht noch verstorben 8)

  • Chris (RettAss)(Gast)  - Ich nochmal

    Hi Flori...

    Danke für Deine Antwort...

    Übrigens; es gibt ein Forumhab ich mir sagen lassen :grin

    MFG
    Chris

  • Guest(Gast)  - Es gibt ein Forum

    Links im Menü ist doch ein Forum :roll

  • Flori (RettAss)(Gast)  - Falschen Worte

    Hi Chris,

    ich denke, ich hab da wohl die flaschen Worte gewählt. Ich bin ganz klar deiner Meinung.

    Ich weiß nicht, ob du mein erstes Kommentar auch gelesen hast. Jedenfalls ging es darum, bzw. der Ursprung dieser Disskusion war eben, dass ich nicht damit einverstanden bin, diverese Einsatzberichte so detailiiert im www. zu veröffentlichen.

    Aber Schwamm drüber....

    Dein Vorschlag über ein Forum kann ich nur beführworten, somit können auch Missverständisse in erster Distanz aus der Welt geschaffen werden.

    Ich wünsch dir alles Gute

    Flori

  • Chris (RettAss)(Gast)  - Hallo Flori

    Hallo Flori...

    Ich möchte Dir mal auf diesem Wege antworten in der Hoffnung, das Du es auch zu lesen bekommst. Ich habe mir diesen und Deinen anderen Kommentar ("Gib auf Dich acht";) durchgelesen und möchte dazu ganz allgemein eine Kleinigkeit loswerden, ohne Kritik an Dir zu nehmen...

    In Deinem Komentar zur Geschichte "Gib auf Dich acht" hast Du kritisiert das es so rüberkomme als wären wir "Gesannte Gottes" um die Menschheit zu retten (etwas überspitzt ausgedrückt)... Leider muss man wirklich feststellen das es Kollegen gibt, bevorzugt Hobby Retter, die einen Verkehrsunfall mit einem Schleudetrauma am nächsten tag als Szenario des Schreckens weitererzählen um sich zu profilieren... Es gibt zum Glück auch die Kollegen zu denen ich mich zähle (und ich denke Du bist auch einer von denen) die einfach Ihren Job machen und das nach bestem wissen und Gewissen. Andererseits muss man auch sagen das wir für die Leute denen wir in einer Notsituatuion Helfen wirkl...

  • Flori (RettAss)(Gast)  - Theadralische Sensationsgeilheit

    Ich weiß nicht, was ich von dieser Geschichte halten soll. Mal abgesehen davon, ob sich dieser mit sicherheit tragische Unfall ereignet hat oder nicht, bin ich davon überzeugt, dass eine so genaue Beschreibung dieses VU`s nicht ins Internet gehört. Lieber Autor, was willst du uns damit sagen? Jeder einzelne Mitarbeiter von diversen Institutionen, egal ob Ehren - oder Hauptamtlich sollte sich im klaren sein, was bei einem Einsatz auf jeden einzelnen zukommen kann. Wenn der / die Helfer / in sich darüber nicht im klaren ist, dann sollte man es sich vielleicht auch überlegen, weiterhin ein aktives oder vielleicht lieber ein passives Mitglied zu sein.
    Des weiteren bin ich mir sicher, dass du nicht der einzige bist, der solch tragische Verkehrsunfälle schon erlebt hat. Stell dir vor, es gibt sogar noch Steigerungen und ich werde dir mit sicherheit kein Kommentar abgeben, in wie fern ich diese Geschichte "gut" oder "schlecht" finde. Ehrlich gesagt finde ich diese schlech...

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