*_Meine Gedanken_*
man sieht uns nicht gern,
außer wenn man uns wirklich braucht
wir kennen sie nicht, die, für die wir da sind
wir kämpfen gegen deren Leid, gegen deren Tod
kämpfen um das Leben von Menschen,
die uns vollkommen fremd sind
geben alles, um sie wieder ins Leben zurückzuholen
oftmals selbst in dem Wissen, dass es sinnlos ist
doch machen wir weiter
und dann plötzlich erfahren wir,
dass einer von uns tot ist,
gestorben vor wenigen Stunden
und keiner von uns war da, um für ihn zu kämpfen,
den wir kennen, den wir lieben
Fassungslos -
vielleicht voll Wut oder gar blankem Entsetzen,
Gefühle die sonst in der Routine untergingen
und jetzt, da der Tod uns so nah berührt,
kampflos uns jemanden wegnahm, den wir kannten
dessen Name nur noch in Trauer ausgesprochen wird -
stehen wir da,
sehen auf unsere gemeinsame Erinnerung mit ihm zurück
jeder für sich allein,
jeder mit seinen Gedanken an ihn allein,
aber diese Gedanken werden ihn immer ehren
bis in alle Ewigkeit
für Jogi Müller
von /Ahab/, ein Hauptberuflicher Rettungssanitäter, dessen Kollege viel zu früh starb
Bitte Urheberrecht beachten!
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Auch wenn es schon etwas her ist möchte ich mein Beileid aussprechen.
Das Gedicht hat mich sehr berührt und als tätige Rettungsassistentin weiß ich das dies die wohl schwersten Stunden sind, die man sich vorstellen kann.
Viele Menschen sollten sich dieses Gedicht durchlesen, um zu verstehen was in uns vorgeht.
Viele Grüße